Redaktioneller Quellencheck: Technik- und Sicherheitsangaben werden gegen fachnahe Quellen plausibilisiert. Bei 230V, Gas, Sitzen, Gurten und tragenden Umbauten ist eine Fachprüfung nötig.
Die kurze Antwort
Die Laufzeit ergibt sich aus Batterieenergie geteilt durch Tagesverbrauch. Ein sparsames Sommer-Setup braucht vielleicht 300–500Wh pro Tag, ein Remote-Work-Setup schnell 800–1.500Wh. Entscheidend sind Kühlschrank, Laptop, Router, Heizung, Wechselrichterverluste und Nachladung durch Solar, Ladebooster oder Landstrom.
Die ausführliche Erklärung
Die einfache Rechnung lautet: 100Ah mal 12,8V ergibt ungefähr 1.280Wh. Das ist die theoretische Energiemenge. In der Praxis planst du konservativer, weil Batteriemanagement, Temperatur, Alter, Wechselrichterverluste und Sicherheitsreserve eine Rolle spielen. LiFePO4 kann tiefer genutzt werden als AGM, trotzdem solltest du nicht jeden Tag bis zur Abschaltung fahren.
Ein sehr sparsames Setup mit LED-Licht, Wasserpumpe, Handy und Kompressorkühlschrank kann mit 100Ah gut funktionieren. Der Kühlschrank ist dabei oft der größte Dauerverbraucher, schwankt aber stark nach Außentemperatur, Belüftung, Größe und Nutzung. Im Sommer bei Hitze verbraucht er deutlich mehr als im Frühling.
Remote Work verändert alles. Ein Laptop, externer Monitor, Router, Kameraakkus und gelegentlicher Wechselrichterbetrieb können die Batterie viel schneller leeren. Wenn du mehrere Stunden täglich arbeitest, ist 100Ah oft eher Minimalgröße als Komfortlösung. Dann sind 200Ah LiFePO4, Ladebooster und ausreichend Solar deutlich entspannter.
Heizung ist ebenfalls relevant. Dieselheizungen brauchen zwar wenig Kraftstoff, aber Strom für Steuerung, Lüfter und Startphase. In kalten Nächten kommt dazu, dass Batterien und Verbraucher anders arbeiten. Wer im Winter autark stehen will, sollte Batterie, Solar, Ladebooster und Landstrom zusammen planen.
Wichtig ist die Nachladung. Wenn du jeden Tag fährst und einen passenden Ladebooster hast, kann 100Ah reichen. Wenn du drei Tage im Schatten stehst, hilft ein großes Solarpanel wenig. Wenn du oft auf Campingplätzen bist, entschärft Landstrom die Situation. Autarkie ist immer Batterie plus Verbrauch plus Nachladung, nicht nur Ah-Zahl.
Praktisch solltest du deine wichtigsten Verbraucher in Watt notieren und mit Nutzungsstunden multiplizieren. Beispiel: 40W Laptop für 5 Stunden sind 200Wh. Ein 60W Verbraucher über 10 Stunden sind 600Wh. So erkennst du schnell, ob 100Ah realistisch sind oder ob du mehr Kapazität brauchst.
Was das für dich bedeutet
100Ah LiFePO4 ist gut für einfache Setups und kurze Standzeiten. Für Remote Work, Winter, Wechselrichter oder längere Autarkie plane eher 200Ah plus Ladebooster und Solar.
Verwandte Fragen
Quellen & Referenzen
Quellenbezug nach Aussageart
- Technik, Prüfung und Sicherheit: VDE-Verlag — Suchformular für DIN-VDE-Normen; Strom & Solar Guide
- Interne Vertiefung und WoMoVan-Kontext: Strom & Solar Guide