TÜV, Steuer, Versicherung

Ok, der Entschluß ist gefasst der Kastenwagen soll ein Wohnmobil werden, aber was ist eigentlich ein Wohnmobil? Da hat ja wohl jeder recht unterschiedliche Vorstellungen und Anforderungen und gerade der Selbstausbauer will ja seine persönlichen, ganz indivduellen Vorstellungen umsetzen. Mal abgesehen von der Arbeit die es braucht um den Plan in die Tat umzusetzen, stellen sich bereits im Vorfeld eine Reihe weiterer Überlegungen.

Umschreibung zum Wohnmobil?

Muss ich denn meinen Kastenwagen offiziell zum Wohnmobil machen? Ich denke eigentlich nicht. Eine Pflicht zur Umschreibung der Fahrzeugpapiere gibt es nicht, zumindest habe ich keine gefunden. Man muss also nicht aktiv werden. Allerdings lohnt sich die Umschreibung finanziell, da KfZ Steuer und Haftpflichtversicherung eines Wohnmobils günstiger sind als bei einem LKW.

Wie teuer ist die Steuer für ein Wohnmobil?

Eine gute und schnelle Berechnung der sich ergebenden KfZ Steuer fand ich auf der Internetseite der OFD Niedersachsen. Einfach zul. Gesamtgewicht und Schadstoffklasse eingeben und schon bekommt man die Jahressteuer. Zur Berechnung geht's hier: Link

Welche Schadstoffklasse hat mein Kastenwagen?

Auf den Seiten des ADAC findet man ebenfalls eine Steuertabelle und die Anleitung, wie man denn die Schadstoffklasse des eigenen Mobils schnell und einfach herausfinden kann. Zum ADAC geht's hier: Link

Wie teuer ist die Versicherung für mein Wohnmobil?

Den Versicherungstarif am besten selbst im Internet prüfen und Angebote vergleichen. Als kleine Hausnummer sei genannt: Bei der HUK-24 bekam ich die reine Haftpflicht für ein 3,5t. Womo für etwa 257,-€ pro Jahr angeboten.

Was macht einen Kastenwagen zu einem Wohnmobil?

Und was also gilt es zu beachten, wenn ich die Umschreibung vom LKW zum Wohnmobil vornehmen will? Was macht einen Kastenwagen also zum Wohnmobil?

Fand dazu einen wirklich guten und informativen Beitrag auf der Internetseite des TUEV Nord. Hier der Link zu diesem unbedingt lesenswertem Artikel.

Die Mindestanforderungen sind in knapper Form gesagt: 

  • Wohnlicher Eindruck
  • Sitzgelegenheit mit Tisch
  • Bett mit mind. 1,8 x 0,7 Meter großer ebener Liegefläche soll möglich sein
  • Kücheneinrichtung mit Spüle, Abwasserführung, Ablagen und eingebautem Kocher
  • 1,7m Stehhöhe mind. im Küchenbereich
  • Schrank und Stauraum
  • Fest montierte Einrichtung ohne scharfe Kanten
  • Es müssen ausreichend Fenster und Fluchtmöglichkeiten vorhanden sein.
  • Fahrer und Passagiere müssen sich akustisch direkt verständigen können.

Alle Tippgeber im Internet raten übrigens zu einer frühen Kontaktaufnahme mit dem TÜV um bereits im Vorfeld abzuklären, welche Voraussetzungen und Möglichkeiten gegeben sind. Der beste Zeitpunkt dafür dürfte wohl sein, wenn man seinen ersten Grundriss geplant und auf ein Stück Papier gebracht hat.

So, nachdem nun diese Grundsatzfragen geklärt sind, kann es ja weiter gehen.