Isolierung

 

Der erste Schritt des Ausbaus besteht in der Isolierung des Kastens. Klingt trivial, macht aber wirklich ne Menge Arbeit, weil so einige Ecken nur sehr fummelig gefüllt werden können. Auch hier sollte man den Bedarf an Zeit und Geld für das leider teure Iso-Material nicht unterschätzen.

 

 

 

Erstmal wurden die Klebernasen, die an zahlreichen Kanten hervorquollen, entfernt um so die Auflagefläche für die Isomatten glatt zu bekommen.

Dabei zeigt sich, dass unter den Nasen kein Lack vorhanden ist. Nicht schön, ist aber halt so.

Also Reste schon abkratzen, Blech sauber machen und dann mit Rostschutzfarbe alles gut einstreichen.

 

Im nächsten Schritt hab ich alle Fugen zwischen den Blechen, soweit man sie sieht und erreichen kann,  mit Sikaflex 221 gefüllt und glatt gestrichen.

Hier mal ein Bild von "Vor der Behandlung"

Wollte vermeiden, dass der Kasten später mal mit schwingenden Blechen durch die Lande roll. Materialverbrauch für diese kleine Aktion ca. 3 Kartuschen Sikaflex und 2 Auspressgeräte der billigen Machart.

Nach dem Ableben 2. Presse, die Dinger verbiegen sich einfach, gleich los in den Baumarkt und was gutes gekauft. Hantieren mit billigem Werkzeug bringt nix - macht mehr Arbeit, kostet mehr Kraft und am Ende spart man dann doch wieder nichts.

 

 

 

Und so sehen die Fugen dann nach der erfolgreichen Bearbeitung aus - alles dicht - nichts schwingt und klappert mehr. Merkt man übrigens sofort, wenn man mal die Türen zuwirft - klingt gleich anders, satter.

Nun, da die Fugen gedichtet sind, kann der Verlegung der Isolierung beginnen. Als Material hab ich Armaflex AF genommen - vergleichbar mit x-trem Isolator aber zumindest ein wenig günstiger und im Fachhandel für Heizungs- und Klimabaubau erhältlich.

Aufpassen beim Kauf: Es gibt unterschiedliche Typen von Armaflex - unbedingt die AF Variante nehmen, die anderen erfüllen nicht unbedingt alle gestellten Anforderungen an Iso-Material im Kastenwagenausbau.

 

 

Da ich keine Lust darauf hatte mit Kleber zu hantieren und in Schwaden von Chemiedämpfen zu agieren, hab ich die selbstklebende Variante gewählt. Wirklich gut - weil extrem gut klebend! Manchmal aber auch nachteilig, da sie wirklich sofort und überall anklebt und man sie nicht erst in Position verschieben kann, wenn erstmal die Folie entfernt und der Kleber Blechkontakt bekommt.

Für die versteckten Ecken wäre es vielleicht besser gewesen, die nicht selbstklebende Version zu nehmen, aber es hat auch so ganz gut funktioniert.

 

 

Für's Erste hab ich übrigens folgende Mengen Armaflex AF gekauft:

20 qm in 10mm Stärke,  12 qm in 19mm Stärke und 5qm in 25mm Stärke.

Los ging es mit dem 10mm Material. Das läßt sich leichter in kleine Ecken biegen und schmiegt sich den Sicken im Dach bestens an. WasDarauf kommt dann später, wo möglich, eine weitere Lage des dickeren Materials.

Mit 10qm kommt man übrigens nicht mal "einmal rund ums Blech" Die großen und geraden Flächen an den Seiten sollte man also ruhig gleich mit dem dickeren Material bearbeiten.

Da wo Fenster, Dachhauben oder sonstige Öffnungen hin sollen, wurde erstmal nicht isoliert. Das kommt später noch dran.

 

 Ausbau Dachhimmer Fahrerhaus

Auch der Dachbereich des Fahrerhauses wurde isoliert. Dazu musste erstmal der Himmel ausgebaut werden und danach die Plastikwanne die als Ablage dient. 

Keine komplizierte Aktion, nur Sonnenblenden, Haltegriffe und Leuchte rausnehmen und dann die Kunststoffblende - die ist am schwierigsten, da nur mit Kunststoffbolzen eingeklemmt. Die raus zu drücken, ziehen geht gar nicht, war nicht einfach und macht Geräusche die man lieber nicht hört. Nach dem ersten Knack gehts dann aber.

 

Ducato Blechdach Fahrerhaus

 

Was dann zu sehen ist, ist wieder ne Menge nacktes Blech. Ein Bereich der übrigens auch bei teuren Kastenwagen oft gar nicht isoliert wird. Das Schwitzwasser rinnt dann innen an der Frontscheibe runter und kann mit Handtüchern auf dem Armaturenbrett aufgesaugt werden. Dann doch lieber ein wenig mehr Arbeit in die Isolierung stecken.

 

 

 

Isolierung Fahrerhaus

 

Im unteren Bereich, direkt über der Windschutzscheibe, passt nur 10mm dickes Material. Ein schmaler Streifen wurde also zuerst geklebt. Danach kam dann 19mm Isolierung darüber.

Mal sehen ob ich die Plastikwanne überhaupt wieder einbaue. Eine Eigenkonstruktion könnte besser sein, mehr Nutzen bringen. Auf jeden Fall sollte man beim Wiedereinbau daran denken den Spalt am Ende der Wanne abzudecken. Sonst rutscht da mal was rein und verschwindet zwischen Wanne und Himmel.

Da ich den Dachhimmel nun schon mal da liegen habe, bau ich gleich noch 2 LED Strahler ein. Diese können denn als Leselampen über den gedrehten Vordersitzen genutzt werden. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

== wird fortgesetzt ==